Monatsarchiv für January 2007

31. January 2007 2 Kommentare » 1. Jahrgang

„Kritiker: Kernschmelze gerade noch verhindert”

(tagesspiegel.de, Zwischentitel, 30. Januar 2007, 14:37 Uhr)

„ ... und es kam Hagel und Feuer, mit Blut vermengt, und fiel auf die Erde; und der dritte Teil der Erde verbrannte, und der dritte Teil der Bäume verbrannte, und alles grüne Gras verbrannte. Und der zweite Engel blies seine Posaune; und es stürzte etwas wie ein großer Berg mit Feuer brennend ins Meer, und der dritte Teil des Meeres wurde zu Blut, und der dritte Teil der lebendigen Geschöpfe im Meer starb, und der dritte Teil der Schiffe wurde vernichtet. Und der dritte Engel blies seine Posaune; und es fiel ein großer Stern vom Himmel, der brannte wie eine Fackel und fiel auf den dritten Teil der Wasserströme und auf die Wasserquellen. Und der Name des Sterns heißt Wermut. Und der dritte Teil der Wasser wurde zu Wermut, und viele Menschen starben von den Wassern, weil sie bitter geworden waren.”

(Die Offenbarung des Johannes, Kapitel 8, Verse 7 bis 12)

Sie tun so, als säßen sie auf der Insel der Seligen; weitab vom Weltgeschehen. Als hätten sie keine Kinder und Enkel. Und als sagten sie sich: „Nach mir die Sintflut!“ Sie wissen nichts und doch alles besser. Im Allgemeinen, vor allen Dingen aber im Besonderen.
Die Besitzer von „Wertpapieren” – das Wort muss ein Mensch […]

30. January 2007 1 Kommentar » 1. Jahrgang

„Inflation frisst Lohnerhöhungen auf”

(Süddeutsche Zeitung 30. Januar 2007)

„Du nimmst Zinsen und Aufschlag und suchst unrechten Gewinn an deinem Nächsten mit Gewalt – und mich vergisst du! spricht Gott der HERR. Siehe, ich schlage meine Hände zusammen über den unrechten Gewinn, den du gemacht hast, und über das Blut, das in deiner Mitte vergossen ist. Meinst du aber, dein Herz kann standhalten oder deine Hände werden festbleiben zu der Zeit, wenn ich an dir handle? Ich, der HERR, habe es geredet und will's auch tun und will dich zerstreuen unter die Heiden und dich verstoßen in die Länder und will mit deiner Unreinheit ein Ende machen; und du wirst bei den Heiden als verflucht gelten. Dann wirst du erfahren, dass ich der HERR bin.”

(Der Prophet Hesekiel, Kapitel 22, Verse 12 bis 16)

Das heißt, den Leuten Sand in die Augen zu streuen: „Alle reden vom Wetter. Wir nicht.” Kein Wort verlor das Staatsunternehmen Deutsche Bundesbahn Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts über die Unbilden des Klimas. Ihre Züge kamen, ohne, dass es auch nur angekündigt worden wäre, einfach zu spät. Tun’s noch heute. […]

29. January 2007 0 Kommentare » 1. Jahrgang

„Zehntausendfaches Nein zum Irak-Krieg”

(tagesschau.de 28. Januar 2007, 14.48 Uhr)

„Und wie sie es für nichts geachtet haben, Gott zu erkennen, hat sie Gott dahingegeben in verkehrten Sinn, so dass sie tun, was nicht recht ist, voll von aller Ungerechtigkeit, Schlechtigkeit, Habgier, Bosheit, voll Neid, Mord, Hader, List, Niedertracht; Zuträger, Verleumder, Gottesverächter, Frevler, hochmütig, prahlerisch, erfinderisch im Bösen, den Eltern ungehorsam, unvernünftig, treulos, lieblos, unbarmherzig. Sie wissen, dass, die solches tun, nach Gottes Recht den Tod verdienen; aber sie tun es nicht allein, sondern haben auch Gefallen an denen, die es tun.”

(Der Brief des Apostels Paulus an die christliche Gemeinde in Rom, Kapitel 1, Verse 28 bis 32; übersetzt nach Martin Luther)

Von irgendeinem Zeitpunkt an war der römische Kaiser Gaius Julius Caesar Augustus Germanicus (12-41 nach Christus), Caligula genannt, davon überzeugt, er habe sich, während einer Erkrankung, zum Mensch gewordenen römischen Götterchef Jupiter verwandelt. Und also sei ihm alles erlaubt. Von da an war er unberechenbar. Das lateinische Caligula heißt, ganz und gar nicht nebenbei bemerkt, […]

26. January 2007 1 Kommentar » 1. Jahrgang

„Monika Hohlmeier entlastet”

(BR-online 25. Januar 2007, 19.24 Uhr)

„Denn solche sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter und verstellen sich als Apostel Christi. Und das ist auch kein Wunder; denn er selbst, der Satan, verstellt sich als Engel des Lichts. Darum ist es nichts Großes, wenn sich auch seine Diener verstellen als Diener der Gerechtigkeit; deren Ende wird sein nach ihren Werken.”

(Der zweite Brief des Apostels Paulus an die christliche Gemeinde in Korinth, Kapitel 11, Verse 13-15; übersetzt nach Martin Luther)

Brunnen vergiften, Ruf morden, Ehre abschneiden. Bayerische Umgangsformen. Im Südstaat ist es eben kein Witz, was ein alter Witz besagt: Die sich steigernde Vergleichsform (Komparation) des Substantivs Gegner, sei Feind und der werde vom Parteifreund übertroffen.
Ein Stamm, der dadurch Respekt bekundet, dass er einen Gauner „Schlitzohr” nennt, beweist, dass er entweder den Sinn des […]

25. January 2007 0 Kommentare » 1. Jahrgang

„Berlin will mehr Schutz für Prostituierte”

(ZDFheute.de 25. Januar 2007 6.05 Uhr)

„Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Die Zöllner und Huren kommen eher ins Reich Gottes als ihr. Denn Johannes kam zu euch und lehrte euch den rechten Weg, und ihr glaubtet ihm nicht; aber die Zöllner und Huren glaubten ihm.”

(Evangelium des Matthäus, Kapitel 21, Verse 31 und 32; übersetzt nach Martin Luther)

Es geschehen noch Zeichen und Wunder: Geht’s nach der Mutter von sieben Kindern und derzeitigen Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Ursula von der Leyen (CDU), dann müsste sich die Wiedergeburt des italienischen Dominikaners und Bußpredigers Girolamo „Hieronymus” Savonarola (1452-1498) schon bald eine warme Jacke anziehen. Der Frankfurter Advokat Michel Friedmann, der sich auch […]

24. January 2007 0 Kommentare » 1. Jahrgang

„Fürs Arbeiten bestraft”

(ZDF-Teletext zu Frontal 21 23. Januar 2007)

„Darum, weil ihr die Armen unterdrückt und nehmt von ihnen hohe Abgaben an Korn, so sollt ihr in den Häusern nicht wohnen, die ihr von Quadersteinen gebaut habt, und den Wein nicht trinken, den ihr in den feinen Weinbergen gepflanzt habt. Denn ich kenne eure Freveltaten, die so viel sind, und eure Sünden, die so groß sind, wie ihr die Gerechten bedrängt und Bestechungsgeld nehmt und die Armen im Tor unterdrückt. Darum muss der Kluge zu dieser Zeit schweigen; denn es ist eine böse Zeit.”

(Der Prophet Amos „Gegen die Unterdrücker”, Kapitel 5, Verse 11 bis 13)

Die Landplacker des Spätmittelalters, auch Raubritter genannt, waren christliche Pfadfinder, gemessen an den Polit-Wegelagerern dieser Tage. Die Angehörigen des sogenannten ritterlichen Standes, die sich durch Straßenraub, Fehden und Plünderungszüge bereicherten, griffen immerhin jeden des Wegs Kommenden ab. Einerlei welchen Standes. Am liebsten jedoch solche, die gut betucht waren. Historiker meinen, dass sie taten, was […]

23. January 2007 0 Kommentare » 1. Jahrgang

„Ein Gewinn für Berlin”

(Gereon Asmuth in die tageszeitung 22. Januar 2007)

„Und David tat seine Hand in die Hirtentasche und nahm einen Stein daraus und schleuderte ihn und traf den Philister an die Stirn, daß der Stein in seine Stirn fuhr und er zur Erde fiel auf sein Angesicht. So überwand David den Philister mit Schleuder und Stein und traf und tötete ihn.”

(Das erste Buch Samuel, Kapitel 17, Verse 49 bis 51)

Manche Leute sind so engstirnig, dass sie mit beiden Augen durch ein Schlüsselloch kucken können. Was die Engstirner als „normal” empfinden. Peinlich, meist sogar bösartig, wird das dann, wenn die Schlüssellochriesen im Missionarskittel durch die Zeiten ziehen und mit in Jauche getunktem Zeigefinger auf richtige Menschen deuten. Das hat für die Angezeigten oft katastrophale Folgen. […]

22. January 2007 0 Kommentare » 1. Jahrgang

„Mut zum Schluss”

(Antje Vollmer, ehemalige Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, in der Süddeutschen Zeitung 20./21. Januar 2007)

„Vergeltet niemandem Böses mit Bösem. Seid auf Gutes bedacht gegenüber jedermann. Ist's möglich, soviel an euch liegt, so habt mit allen Menschen Frieden. Rächt euch nicht selbst, meine Lieben, sondern gebt Raum dem Zorn Gottes; denn es steht geschrieben: ‘Die Rache ist mein; ich will vergelten, spricht der Herr.’”

(Brief des Apostels Paulus an die christliche Gemeinde in Rom, Kapitel 12, Verse 17 bis 19)

Sie lassen Kreuze und Kruzifixe in Schulen, Gerichten und anderen öffentlichen Gebäuden anbringen und sagen dazu: „Wir leben schließlich im christlichen Abendland!” Sie berufen sich auf „christliche Traditionen” und fordern, dass in der in Arbeit befindlichen Verfassung für die Europäische Union (EU) unbedingt auf GOTT Bezug genommen werden müsse. Wobei sie, nebenbei bemerkt, so tun, […]

19. January 2007 0 Kommentare » 1. Jahrgang

„Wir fahren den Strafprozess an die Wand”

(Spiegel online 18. Januar 2007, 17:16)

„Weh denen, die Böses gut und Gutes böse nennen, die aus Finsternis Licht und aus Licht Finsternis machen, die aus sauer süß und aus süß sauer machen! Weh denen, die weise sind in ihren eigenen Augen und halten sich selbst für klug! Weh denen, die Helden sind, Wein zu saufen, und wackere Männer, Rauschtrank zu mischen, die den Schuldigen gerecht sprechen für Geschenke und das Recht nehmen denen, die im Recht sind!”

(Der Prophet Jesaja, Kapitel 5: „Weherufe über die Sünden der Großen”, Verse 20 bis 23; übersetzt nach Martin Luther)

Mag sein, dass ein Kamel leichter durch ein Nadelöhr geht, als dass ein Reicher ins Reich Gottes kommt, wie es im Evangelium des Apostels Matthäus heißt. Aber – durch die Pforten eines deutschen Gerichts geht mittlerweile jeder Reiche leichter, hinein in die irdische Freiheit, als ein Armer. Vorausgesetzt, der Advokat des Reichen ist kein Kamel. […]

18. January 2007 0 Kommentare » 1. Jahrgang

„Ein anstößiger Stein
bringt eine kleine Stadt ins Gerede”

(Hamburger Abendblatt 17. Januar 2007)

„Wer ist weise und klug unter euch? Der zeige mit seinem guten Wandel seine Werke in Sanftmut und Weisheit. Habt ihr aber bittern Neid und Streit in eurem Herzen, so rühmt euch nicht und lügt nicht der Wahrheit zuwider. Das ist nicht die Weisheit, die davon oben herabkommt, sondern sie ist irdisch, niedrig und teuflisch. Denn wo Neid und Streit ist, da sind Unordnung und lauter böse Dinge. Die Weisheit aber von oben her ist zuerst lauter, dann friedfertig, gütig, lässt sich etwas sagen, ist reich an Barmherzigkeit und guten Früchten, unparteiisch, ohne Heuchelei. Die Frucht der Gerechtigkeit aber wird gesät in Frieden für die, die Frieden stiften.”

(Brief des Jakobus „an die zwölf Stämme, die unter den Völkern verstreut wohnen”, Kapitel 3, Verse 13 bis 18; übersetzt nach Martin Luther)

Ach was – Verschwörungstheorie. Wer bei dem, was in jüngster Zeit an manchen deutschen Gerichten und in einigen Provinz-Politbüros abläuft, keinen Zusammenhang erkennt, der stellt sich blind. Und taub.
Da gingen, zum Beispiel, der Münchner Künstler Wolfram Kastner sowie die Autoren Veronika Straass und Claus-Peter Lieckfeld im November des vorigen Jahres in Landsberg am Lech […]