Ein verlogenes Geschwätz. Die Leute, die in jüngster Zeit das Wort von der „informationellen Selbstbestimmung aller Menschen – also auch die der Kinder!” im Munde führen, müssen die Bürgerinnen und Bürger der Bundesrepublik Deutschland für blöd halten. Ob Partnerschaften zwischen Frau und Mann kaputt sind, wenn einer von beiden – einerlei, ob sie oder er […]
Monatsarchiv für Februar 2007
„Der Vorkämpfer der gehörnten Männer”
(Die Welt.de 14. Februar 2007, 6.43 Uhr)
„Ich bin sehr erfreut, dass ich unter deinen Kindern solche gefunden habe, die in der Wahrheit leben, nach dem Gebot, das wir vom Vater empfangen haben. Und nun bitte ich dich, Herrin – ich schreibe dir kein neues Gebot, sondern das, was wir gehabt haben von Anfang an –, dass wir uns untereinander lieben. Und das ist die Liebe, dass wir leben nach seinen Geboten; das ist das Gebot, wie ihr's gehört habt von Anfang an, dass ihr darin lebt.”
Der zweite Brief des Johannes, Kapitel 1, Verse 4 bis 6)
„Roland Koch weiß nichts von ‘Erpressung’”
(Die Tageszeitung 13. Februar 2007)
„Ein heilloser Mensch, ein nichtswürdiger Mann, wer einhergeht mit trügerischem Munde, wer winkt mit den Augen, gibt Zeichen mit den Füßen, zeigt mit den Fingern, trachtet nach Bösem und Verkehrtem in seinem Herzen und richtet allezeit Hader an. Darum wird plötzlich sein Verderben über ihn kommen, und er wird schnell zerschmettert werden, und keine Hilfe ist da. Diese sechs Dinge hasst der HERR, diese sieben sind ihm ein Gräuel: stolze Augen, falsche Zunge, Hände, die unschuldiges Blut vergießen, ein Herz, das arge Ränke schmiedet, Füße, die behände sind, Schaden zu tun, ein falscher Zeuge, der frech Lügen redet, und wer Hader zwischen Brüdern anrichtet.”
(Die Sprüche Salomos, Kapitel 6, Verse 12 bis 19)
Es ist zum Erbrechen. Immer wieder die gleiche Leier: Stolz lassen sich gewisse Mitglieder der Politkaste von sprachlosen Berichterstattern „hohe Intelligenz”, einen „Hang zum Perfektionismus”, den „absoluten Durchblick” und ein „nie versagendes Gedächtnis” bescheinigen. Übermenschen, Lichtgestalten, Alles-im-Griff-Haber.
Davon abgesehen, dass es solche Menschen nicht gibt, fällt den mittlerweile meisten Politschreiberinnen und -schreibern nicht auf, dass […]
„Die Franken zeigen ihre Narren-Macht”
(Abendzeitung 10./11. Februar 2007)
„‘Heute ist unseres Königs Fest!’” Da werden die Oberen toll vom Wein, und er zieht die Spötter zu sich. Denn ihr Herz ist in heißer Glut wie ein Backofen, wenn sie Böses ersinnen. Ihr Grimm schläft die ganze Nacht, aber am Morgen brennt er lichterloh.”
(Der Prophet Hosea, Kapitel 7, Verse 5 und 6)
Dähräh. Dähräh. Dähräh. Tschingbumm: „Drei texanische Chirurgen spielen Golf miteinander. Dabei unterhalten sie sich über die Fortschritte in der Chirurgie. Sagt einer: ‘Ich bin der beste Chirurg in Texas. Ein Konzertpianist verlor kürzlich sieben Finger bei einem Unfall. Ich habe sie ihm wieder angenäht und acht Monate später gab dieser Mann ein Privatkonzert vor der […]
„Die Kumpel sind friedlich.
Hier wird diskutiert und nicht demonstriert.”
(ZDF heute Ton aus dem Off 8. Februar 2007, 19.05 Uhr)
„Deinen Mund lässest du Böses reden, und deine Zunge treibt Falschheit.”
(Psalm 50, Vers 19)
Mit zweien sieht „man” einfach besser. Um die Dinge des Lebens so sehen zu können, wie sie sind, nützt es, beide Augen – das rechte und das linke – offen zu halten. Die Tatsache, dass ein Fernsehsender damit Reklame macht, dass sich populäre Menschen, die in seinem Programm auftreten, freiwillig(?) ein Auge zuhalten, muss einen […]
„‘In Diktaturen würde so etwas nicht passieren’”
(sueddeutsche.de 7. Februar 2007, 23.14 Uhr)
„Wenn dich aber dein rechtes Auge zum Abfall verführt, so reiß es aus und wirf's von dir. Es ist besser für dich, dass eins deiner Glieder verderbe und nicht der ganze Leib in die Hölle geworfen werde. Wenn dich deine rechte Hand zum Abfall verführt, so hau sie ab und wirf sie von dir. Es ist besser für dich, dass eins deiner Glieder verderbe und nicht der ganze Leib in die Hölle fahre.”
(Das Evangelium nach Matthäus, Kapitel 5 [‘Bergpredigt’], Verse 29 und 30)
In einer wirklichen Demokratie könnte so was nicht geschehen. Richtiger gesagt: In einem Gemeinwesen, in dem das Volk tatsächlich mit entschiede und in dem die Regierenden dieses Volk wahrhaftig repräsentierten, wäre ein Mensch, der öffentlich äußerte: „Es ist eine Tragik jeder Demokratie, dass bei uns jeder seine Meinung öffentlich vertreten darf und dass man politisch […]
„Der Schmock schlägt zurück”
(Süddeutsche Zeitung 6. Februar 2007)
„Wie die Kohlen die Glut und Holz das Feuer, so facht ein zänkischer Mann den Streit an. Die Worte des Verleumders sind wie Leckerbissen und gehen einem glatt ein. Glatte Lippen und ein böses Herz, das ist wie Tongeschirr, mit Silberschaum überzogen. Der Hasser verstellt sich mit seiner Rede, aber im Herzen ist er falsch; wenn er seine Stimme holdselig macht, so glaube ihm nicht; denn es sind sieben Gräuel in seinem Herzen. Wer den Hass trügerisch verbirgt, dessen Bosheit wird doch vor der Gemeinde offenbar werden. Wer eine Grube macht, der wird hineinfallen; und wer einen Stein wälzt, auf den wird er zurückkommen.”
(Die Sprüche Salomos, Kapitel 26, Verse 21 bis 27)
Hassprediger. Eine Vokabel, die in jüngster Zeit deutschen Fremdenhassern hilft, sich zu entleeren. Hassprediger gebe es nur unter Muslimen, gehen Fremdenhasser auf die juristische Nummer Sicher. Sie haben ihn also wieder, den Prügelknaben.
Seit im Mai 1945 das braune Otterngezüchte rückstandslos verschwunden ist – Rückstandslos? Zum Totlachen! – mussten die Dumpfbrüter ihn entbehren. Erstens, weil […]
„BGH untersagt Fahndung per Trojaner ”
(fr-online 5. Februar 2007 18.43 Uhr)
„Der Böse aber wird in der Macht des Satans auftreten mit großer Kraft und lügenhaften Zeichen und Wundern und mit jeglicher Verführung zur Ungerechtigkeit bei denen, die verloren werden, weil sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben ...”
(Zweiter Paulus-Brief an die Christen in Thessaloniki, Kapitel 2, Verse 9 und 10)
Die schlimmsten Feinde der Elche, waren schon immer selber welche. Wer Terroristen, Verfassungsfeinde oder „ganz gewöhnliche Kriminelle” aus dem Verkehr ziehen will und dabei zu Methoden greift, derer sich auch „ganz gewöhnliche Kriminelle” bedienen, der ist nicht besser, als diejenigen, die er dingfest machen will.
Wer an Gesetzen so lange herumfeilt, schabt und poliert bis […]
„Warum Kritiker der Horrorszenarien
keine Chance haben”
(Welt.de 3. Februar 2007)
„Da sah Gott auf die Erde, und siehe, sie war verderbt; denn alles Fleisch hatte seinen Weg verderbt auf Erden. Da sprach Gott zu Noah: ... ich will eine Sintflut kommen lassen auf Erden, zu verderben alles Fleisch, darin Odem des Lebens ist, unter dem Himmel. Alles, was auf Erden ist, soll untergehen.”
(Das erste Buch Mose, Kapitel 6, Verse 11 bis 12, 13 und 17)
Leute, die sich ausschließlich durch die nachtaktiven Nager und Blutsauger in den Lobbys von Parlamenten, Wertpapierbörsen und sonstigen Mauschelecken informieren lassen, können sich nicht vorstellen, dass es Menschen gibt, die erstens wissenschaftlich denken und arbeiten und zweitens im Sinne der Allgemeinheit forschen, lehren und handeln. Ohne ihren Eigennutz ins Zentrum ihres Tagwerks zu stellen.
Anders […]
„Prozesse eines Bischofs”
(Süddeutsche Zeitung 1. Februar 2007)
„Da redete Jesus zu dem Volk und zu seinen Jüngern und sprach: Auf dem Stuhl des Mose sitzen die Schriftgelehrten und Pharisäer. Alles nun, was sie euch sagen, das tut und haltet; aber nach ihren Werken sollt ihr nicht handeln; denn sie sagen's zwar, tun's aber nicht. Sie binden schwere und unerträgliche Bürden und legen sie den Menschen auf die Schultern; aber sie selbst wollen keinen Finger dafür krümmen. Alle ihre Werke aber tun sie, damit sie von den Leuten gesehen werden. Sie machen ihre Gebetsriemen breit und die Quasten an ihren Kleidern groß. Sie sitzen gern obenan bei Tisch und in den Synagogen und haben's gern, dass sie auf dem Markt gegrüßt und von den Leuten Rabbi genannt werden. Aber ihr sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn einer ist euer Meister; ihr aber seid alle Brüder.”
(Das Evangelium nach Matthäus, Kapitel 23, Verse 1 bis 8)
Dr. Seltsam oder Wie wir lernen, mit ‘ner Bombe zu leben. Dr. Seltsam oder eine Bombe, was oder wie auch immer, ein Explosivkörper ist der Mann auf jeden Fall. Er bekleidet ein Amt, das es überhaupt nicht geben darf. Jedenfalls, wenn es nach dem geht, was Christen, die lesen können, spätestens durch den Evangelisten Matthäus […]
„Die Stille vor dem Schmiss”
(Tageszeitung, taz, 1. Februar 2007)
„Auf einen Treulosen hoffen zur Zeit der Not, das ist wie ein fauler Zahn und gleitender Fuß. Wer einem missmutigen Herzen Lieder singt, das ist, wie wenn einer das Kleid ablegt an einem kalten Tag, und wie Essig auf Lauge.”
(Die Sprüche Salomos, Kapitel 25, Verse 19 und 20)
Wer dem FC Bayern traut, hat auf nassen Sand gebaut. Das liegt auf der Hand. Denn nur Träumer können meinen, Figuren mit dem präpotenten Gehabe von Ochsenfröschen, wie es die an den Tag legen, die dem Münchner Jahrmarktsunternehmen vorstehen, hätten davon gehört, dass die Würde eines Menschen nicht angetastet werden darf. Das wissen die so […]