„Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant.” Der Verfasser dieses Knittelverses hat völlig Recht, geht es einem beim Lesen durch den Kopf. Recht hätte er, der August Heinrich Hoffmann (1798-1874), der sich nach seinem Geburtsort Hoffmann von Fallersleben nannte, gäbe es nicht noch viel größere Lumpen als die Denunzianten.
Zu […]
Monatsarchiv für März 2007
„Milliarden-Entlastung für deutsche Konzerne“
(Süddeutsche Zeitung, 15. März 2007)
„Besser wenig mit Gerechtigkeit als viel Einkommen mit Unrecht. Des Menschen Herz erdenkt sich seinen Weg; aber der HERR allein lenkt seinen Schritt. Gottes Spruch ist in dem Munde des Königs; sein Mund spricht nicht fehl im Gericht. Waage und rechte Waagschalen sind vom HERRN; und alle Gewichte im Beutel sind sein Werk. Den Königen ist Unrecht tun ein Gräuel; denn durch Gerechtigkeit wird der Thron befestigt.”
(Die Sprüche Salomos, Kapitel 16, Verse 8 bis 12)
„UNO-Behörde für deutsches Tempolimit –
Verkehrsminister dagegen”
(ZDF-Teletext, Tafel 123 14. März 2007 16.41 Uhr)
„Rechte Einsicht schafft Gunst; aber der Verächter Weg bringt Verderben. Ein Kluger tut alles mit Vernunft; ein Tor aber stellt Narrheit zur Schau. Ein gottloser Bote bringt ins Unglück; aber ein getreuer Bote bringt Hilfe. Wer Zucht missachtet, hat Armut und Schande; wer sich gern zurechtweisen lässt, wird zu Ehren kommen.”
(Die Sprüche Salomos, Kapitel 13, Verse 15 bis 18)
Das tut gut. Endlich hat ein deutsches Obergericht einem rechten Gschwerl was vors freiheitlichdemokratische Grundordnungsgroßmaul gegeben. Der vierte Senat des Verwaltungsgerichtshofs (VGH) des Landes Baden-Württemberg hob das unterwürfige Lakaien-Urteil eines Verwaltungsgerichtes auf.
Im Südweststaat hatten dessen derzeitiger Kultusminister, ein gewisser Helmut Rau (CDU) aus Nürtingen – von dort kommen noch andere Reaktionäre – und zuvor seine […]
„Boom, boom - Bumerang”
(sueddeutsche.de 20. März 2007, 20.32 Uhr)
„Und nun, ihr Reichen: Weint und heult über das Elend, das über euch kommen wird! Euer Reichtum ist verfault, eure Kleider sind von Motten zerfressen. Euer Gold und Silber ist verrostet, und ihr Rost wird gegen euch Zeugnis geben und wird euer Fleisch fressen wie Feuer. Ihr habt euch Schätze gesammelt in diesen letzten Tagen! Siehe, der Lohn der Arbeiter, die euer Land abgeerntet haben, den ihr ihnen vorenthalten habt, der schreit, und das Rufen der Schnitter ist gekommen vor die Ohren des Herrn Zebaoth. Ihr habt geschlemmt auf Erden und geprasst und eure Herzen gemästet am Schlachttag.”
(Der Brief des Jakobus, Kapitel 5, Verse 1 bis 5)
Einer aus der „High Society” ist verhindert und schon haben die Mitglieder der „oberen Zehntausend”, die sich versammelt haben, Gelegenheit, nicht von ihm, sondern über ihn zu reden.
Woraus der Abwesende wohl seinen „Aufwand” speise, fragen sie sich und geben selbst die Antwort: „Aus Mangel an Beweisen.” Tja, wenn die Komplizen es nicht wüssten, dann […]
„Bleiberecht: Kompromiss gefunden”
(ARD-Teletext, Tafeln 120 und 147, 13. März 2007)
„Ich ermahne euch nun, liebe Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig ist. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst. Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.”
(Der Brief des Apostels Paulus an die Christen in Rom, Kapitel 12, Verse 1 und 2)
Morgens in aller Herrgottsfrühe: Zeitung lesen, Nachrichten im Radio hören oder auf der Mattscheibe sehen – und der Tag ist gelaufen. Zum Ausspeien. Um nicht zu sagen: Zum Kotzen. Oder auch: Zum-Einfach-im-Bett-liegen-bleiben-und-nie-wieder-aufstehen. Und Gedichte in sich hinein aufsagen oder in Gedichtbänden schmökern.
Theoretisch betrachtet, kommt es auf den Standpunkt, den Blickwinkel, das Innenleben eines Menschen […]
„Neue Erkenntnisse als Briefträger”
(Süddeutsche Zeitung 10./11. März 2007)
„Weh dem, der sein Haus mit Sünden baut und seine Gemächer mit Unrecht, der seinen Nächsten umsonst arbeiten lässt und gibt ihm seinen Lohn nicht und denkt: ‘Wohlan, ich will mir ein großes Haus bauen und weite Gemächer’ und lässt sich Fenster ausbrechen und mit Zedern täfeln und rot malen. Meinst du, du seiest König, weil du mit Zedern prangst? Hat dein Vater nicht auch gegessen und getrunken und hielt dennoch auf Recht und Gerechtigkeit, und es ging ihm gut? Er half dem Elenden und Armen zum Recht, und es ging ihm gut. Heißt dies nicht, mich recht erkennen? spricht der HERR. Aber deine Augen und dein Herz sind auf nichts anderes aus als auf unrechten Gewinn und darauf, unschuldiges Blut zu vergießen, zu freveln und zu unterdrücken.”
(Der Prophet Jeremia, Kapitel 22, Verse 13 bis 17)
Auch ’ne Sparmaßnahme. Weil die Regierung der Bundesrepublik Deutschland andere zum Sparen anhält, geht sie mit gutem Beispiel voran: Es teilen sich eine Kanzlerin, 15 Ministerinnen und Minister, 28(!) absolut überflüssige Staatssekretärinnen und Staatssekretäre und 25(!) männliche(!) beamtete Staatssekretäre – ein Gehirn.
Was offenbar ausreicht. Bringen sie es doch fertig, die deutsche Journaille davon zu […]
„Steinbach lehnt Entschuldigung ab”
(Spiegel online 8. März 2007, 17.25 Uhr)
„Du aber mit deinem verstockten und unbußfertigen Herzen häufst dir selbst Zorn an auf den Tag des Zorns und der Offenbarung des gerechten Gerichtes Gottes, der einem jeden geben wird nach seinen Werken: ewiges Leben denen, die in aller Geduld mit guten Werken trachten nach Herrlichkeit, Ehre und unvergänglichem Leben; Ungnade und Zorn aber denen, die streitsüchtig sind und der Wahrheit nicht gehorchen, gehorchen aber der Ungerechtigkeit; Trübsal und Angst über alle Seelen der Menschen, die Böses tun ...”
(Der Brief des Apostels Paulus an die christliche Gemeinde in Rom, Kapitel 2, Verse 5 bis 9)
Diese Stimme. Zum Panzerglas zersägen. Huh! Und dann das Lächeln. Abermals – huh! Aus unzuverlässiger Quelle ist zu hören, der Glas schneidende „Diamant der deutschen Politik”, Ronald Pofalla, Generalsekretär der CDU, habe das Angebot erhalten, bei der Neuverfilmung des Kino-Klassikers „M – Eine Stadt sucht einen Mörder”, die 1931 von Peter Lorre verkörperte Hauptrolle zu […]
„‘Die Erde ist ziemlich genau 6000 Jahre alt’”
(Welt online 7. März 2007, 23.17 Uhr)
„Ein Mensch, der vom Wege der Klugheit abirrt, wird weilen in der Schar der Toten.”
(Die Sprüche Salomos, Kapitel 21, Vers 16)
Ja, ja, selbstverständlich und überhaupt: Übertreiben veranschaulicht. Das war so. Das ist so. Und das wird so bleiben. Punkt.
Herr Lehrer, ich hab’ da mal eine Frage: Gilt das auch für den seit Generationen von Eltern an die jeweiligen Kinder weitergegebenen Satz: „Man muss nicht alles wissen. Man muss nur wissen, wo man nachschauen kann!”? […]
„Mit vereinten Kräften nichts”
(Süddeutsche Zeitung 7. März 2007)
„Und die Amtleute sollen weiter mit dem Volk reden und sprechen: Wer sich fürchtet und ein verzagtes Herz hat, der mache sich auf und kehre heim, auf dass er nicht auch das Herz seiner Brüder feige mache, wie sein Herz ist.”
(Das fünfte Buch Mose, Kapitel 20, Vers 8)
Spießbürger reiben sich nur an Leuten, von denen sie meinen, die könnten ihrem Fort- und Einkommen nicht schaden. Besser noch: Die könnten sich überhaupt nicht wehren. Dann sagen sie zum Beispiel Reime auf wie: „Der Fuchs ist schlau und stellt sich dumm, bei Waldi ist es anders rum.”
Wenn dann später allerdings nur gemeinsam mit […]
„Unentbehrlichkeit, Beliebtheit
und Qualitätsbewertung
der Fernsehsender 1998 bis 2005”
(ARD Intern, SWR 2007, 6. März 2007)
„Wer misst die Wasser mit der hohlen Hand, und wer bestimmt des Himmels Weite mit der Spanne und fasst den Staub der Erde mit dem Maß und wiegt die Berge mit einem Gewicht und die Hügel mit einer Waage? Wer bestimmt den Geist des HERRN, und welcher Ratgeber unterweist ihn? Wen fragt er um Rat, der ihm Einsicht gebe und lehre ihn den Weg des Rechts und lehre ihn Erkenntnis und weise ihm den Weg des Verstandes? Siehe, die Völker sind geachtet wie ein Tropfen am Eimer und wie ein Sandkorn auf der Waage. Siehe, die Inseln sind wie ein Stäublein.”
(Der Prophet Jesaja, Kapitel 40, Verse 12 bis 15)
Krieg! Es herrscht Krieg. Weltweit sind Divisionen unterwegs. Die halten Phantasie, Kreativität, Information und Common sense in Schach. Visionäre? Seher? Träumer? Pah! Nix da.
Divisionäre – Befehlshaber – braucht die Menschheit. Wie? Ein Irrtum? Quote habe nichts mit Krieg, Divisionen und Divisionären zu tun?
Oho, aber wie. Denn: Ein Quotient – das muss so was sein […]
„‘Bei uns zieht nach Stoiber
nicht die neue Milde ein’”
(Süddeutsche Zeitung 5. März 2007)
„Die Liebe sei ohne Falsch. Hasst das Böse, hängt dem Guten an. Die brüderliche Liebe untereinander sei herzlich. Einer komme dem andern mit Ehrerbietung zuvor. Seid nicht träge in dem, was ihr tun sollt. Seid brennend im Geist. Dient dem Herrn. Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet. Nehmt euch der Nöte der Heiligen an. Übt Gastfreundschaft. Segnet, die euch verfolgen; segnet, und flucht nicht. Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden. Seid eines Sinnes untereinander. Trachtet nicht nach hohen Dingen, sondern haltet euch herunter zu den geringen. Haltet euch nicht selbst für klug. Vergeltet niemandem Böses mit Bösem. Seid auf Gutes bedacht gegenüber jedermann. Ist's möglich, soviel an euch liegt, so habt mit allen Menschen Frieden. Rächt euch nicht selbst, meine Lieben, sondern gebt Raum dem Zorn Gottes; denn es steht geschrieben ‘Die Rache ist mein; ich will vergelten, spricht der Herr.’ Vielmehr, ‘wenn deinen Feind hungert, gib ihm zu essen; dürstet ihn, gib ihm zu trinken. Wenn du das tust, so wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln’. Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.”
(Der Brief des Apostels Paulus an die Christen in Rom, Kapitel 13, Verse 9 bis 21)
Mitgefühl erregend. Zu Tränen rührend. Am Boden liegend. Um wie viel schlimmer als schon nach außen zu erkennen, muss der Zustand der einstmals ruhmreichen Sozialdemokratischen Partei Deutschland im Landesverband Hamburg sein? Kannibalisch sich selbst zerfleischend. Zuckend und sich windend. Unablässig ausschließlich den eigenen Nabel betrachtend.
Die SPD Hamburg ist dermaßen zersetzt, dass ihr nichts anderes […]