Monatsarchiv für April 2007

17. April 2007 0 Kommentare » 1. Jahrgang

„‘Ach Angela, wer ist dein nächstes Opfer?’”

(Hugo Müller-Vogg in Bild 17. April 2007)

„Wer seinen Nächsten schmäht, ist ein Tor; aber ein verständiger Mann schweigt stille. Ein Verleumder verrät, was er heimlich weiß; aber wer getreuen Herzens ist, verbirgt es. Wo nicht weiser Rat ist, da geht das Volk unter; wo aber viele Ratgeber sind, findet sich Hilfe.”

(Die Sprüche Salomos, Kapitel 11, Verse 12 bis 14)

Den Dreien fehlen der Charme, das Talent und die Intelligenz von Michel Piccoli, Romy Schneider und Mascha Gonska. Und doch bilden auch sie ein infernalisches Trio. Während sich allerdings die Schauspielerinnen und der Schauspieler verstellen mussten, um ein „Trio Infernal” zu geben, sind es Franz-Josef Wagner (*1943), Hugo Müller-Vogg (*1947) und Kai Diekmann (*1964), so […]

16. April 2007 0 Kommentare » 1. Jahrgang

„Kinder sind Zukunft”

(ARD-Themenwoche vom 14. bis 21. April 2007)

„Glatte Lippen und ein böses Herz, das ist wie Tongeschirr, mit Silberschaum überzogen. Der Hasser verstellt sich mit seiner Rede, aber im Herzen ist er falsch; wenn er seine Stimme holdselig macht, so glaube ihm nicht; denn es sind sieben Gräuel in seinem Herzen. Wer den Hass trügerisch verbirgt, dessen Bosheit wird doch vor der Gemeinde offenbar werden. Wer eine Grube macht, der wird hineinfallen; und wer einen Stein wälzt, auf den wird er zurückkommen. Eine falsche Zunge hasst den, dem sie Arges getan hat, und glatte Lippen richten Verderben an.”

(Die Sprüche Salomos, Kapitel 26, Vers 23 bis 28)

So einfallsreich wie die Trickbetrüger der Politik und deren Helfershelfer – die nicht livrierten Lakaien aus der Journaille – so einfallsreich also ist der Volksmund allemal, wenn er deutlich macht, dass er den unbarmherzigen und selbstgefälligen Lügenprofis auf die Schliche gekommen ist.
Er nennt das, was ihm angeboten wird, um ihn von der gallebitteren Wirklichkeit abzulenken, […]

13. April 2007 0 Kommentare » 1. Jahrgang

„‘CDU redet Geschichte schön’”

(die tageszeitung 13. April 2007)

„Denn wir verfehlen uns alle mannigfaltig. Wer sich aber im Wort nicht verfehlt, der ist ein vollkommener Mann und kann auch den ganzen Leib im Zaum halten. Wenn wir den Pferden den Zaum ins Maul legen, damit sie uns gehorchen, so lenken wir ihren ganzen Leib. Siehe, auch die Schiffe, obwohl sie so groß sind und von starken Winden getrieben werden, werden sie doch gelenkt mit einem kleinen Ruder, wohin der will, der es führt. So ist auch die Zunge ein kleines Glied und richtet große Dinge an. Siehe, ein kleines Feuer, welch einen Wald zündet's an! Auch die Zunge ist ein Feuer, eine Welt voll Ungerechtigkeit. So ist die Zunge unter unsern Gliedern: sie befleckt den ganzen Leib und zündet die ganze Welt an und ist selbst von der Hölle entzündet. Denn jede Art von Tieren und Vögeln und Schlangen und Seetieren wird gezähmt und ist gezähmt vom Menschen, aber die Zunge kann kein Mensch zähmen, das unruhige Übel, voll tödlichen Giftes.”

(Der Brief des Jakobus, Kapitel 3, Verse 2 bis 8)

Nirgendwo und zu keiner Zeit wird derartig heftig auf den Putz gehauen, schöngefärbt, gelogen und zurecht gebogen wie in Trauerreden, Todesanzeigen und Autobiographien. Als ob nicht das Einhalten der Maxime des zu früh verblichenen Satirikers und Kabarettisten Wolfgang Neuss reichte, um durchs Leben zu kommen: „Es darf nicht gelogen, aber die Wahrheit darf verschwiegen werden!” […]

12. April 2007 1 Kommentar » 1. Jahrgang

„Amt sackt Geschenke ein”

(tz 11. April 2007)

„Die Seele des Gottlosen gelüstet nach Bösem und erbarmt sich nicht seines Nächsten. Wenn der Spötter gestraft wird, so werden die Unverständigen weise, und wenn man einen Weisen belehrt, so nimmt er Erkenntnis an. Der Gerechte achtet auf des Gottlosen Haus, und er stürzt die Gottlosen ins Verderben. Wer seine Ohren verstopft vor dem Schreien des Armen, der wird einst auch rufen und nicht erhört werden. Eine heimliche Gabe stillt den Zorn und ein Geschenk im Verborgenen den heftigen Grimm. Dem Gerechten ist es eine Freude, wenn Recht geschieht, aber den Übeltätern ist es ein Schrecken. Ein Mensch, der vom Wege der Klugheit abirrt, wird weilen in der Schar der Toten.”

(Die Sprüche Salomos Kapitel 21, Verse 10 bis 16)

Das ist das Beste, was denen passieren kann: „Darf ich Ihnen die Herren Beck und Müntefering vorstellen?” – „Nein danke, stellen Sie sie wieder weg!” Zwei Gebrauchtwagenhändler mit dem Auftritt von Versicherungshausierern, die Betonklötze unter Wasser gegen Feuer versichern. So wie die und ihresgleichen mit den Versicherungsprämien von Millionen Deutschen – die ihnen vertraut haben […]

11. April 2007 0 Kommentare » 1. Jahrgang

„Die Pfarrerstochter”

(Süddeutsche Zeitung 10. April 2007)

„Da hatte der Herr Erbarmen mit diesem Knecht und ließ ihn frei, und die Schuld erließ er ihm auch. Da ging dieser Knecht hinaus und traf einen seiner Mitknechte, der war ihm hundert Silbergroschen schuldig; und er packte und würgte ihn und sprach: Bezahle, was du mir schuldig bist! Da fiel sein Mitknecht nieder und bat ihn und sprach: Hab Geduld mit mir; ich will dir's bezahlen. Er wollte aber nicht, sondern ging hin und warf ihn ins Gefängnis, bis er bezahlt hätte, was er schuldig war. ... Da forderte ihn sein Herr vor sich und sprach zu ihm: Du böser Knecht! Deine ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich gebeten hast; hättest du dich da nicht auch erbarmen sollen über deinen Mitknecht, wie ich mich über dich erbarmt habe? Und sein Herr wurde zornig und überantwortete ihn den Peinigern, bis er alles bezahlt hätte, was er ihm schuldig war. So wird auch mein himmlischer Vater an euch tun, wenn ihr einander nicht von Herzen vergebt, ein jeder seinem Bruder.”

(Das Evangelium nach Matthäus, Kapitel 18, Verse 27 bis 30und 32 bis 35)

Auch ein Christ. Und was für einer. Ein Politchrist mit ausgeprägtem Sinn für Zucht: „Gegen die zunehmende Gewalt unter Jugendlichen müssen wir härter durchgreifen – nach der Maßgabe: null Toleranz.” Krrriminälle Kinndä? „Wegsperren!” Das zu dem Fest der Christenheit an dem die „deutschen Kirchen … zu mehr Geduld aufrufen”.
Der parteifromme Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Jürgen Rüttgers, […]

10. April 2007 0 Kommentare » 1. Jahrgang

„Soldaten verkaufen Gefangenenberichte –
Militärs empört”

(Spiegel Online 9. April 2007, 15.21 Uhr)

„Wahrlich, wieder hat einer sein Schwert gewetzt und seinen Bogen gespannt und zielt. Doch sich selber hat er tödliche Waffen gerüstet und feurige Pfeile bereitet. Siehe, er hat Böses im Sinn, mit Unrecht ist er schwanger und wird Lüge gebären. Er hat eine Grube gegraben und ausgehöhlt – und ist in die Grube gefallen, die er gemacht hat. Sein Unrecht wird auf seinen Kopf kommen und sein Frevel auf seinen Scheitel fallen.”

(Psalm 7, Verse 13 bis 17)

Wie geht’s Geschäft? Auf diese ihr in diesen Tagen beiläufig gestellte Frage erwiderte die Dame aus dem hemmungslos staubfreien Gewerbe spontan und impulsiv: „Schlecht. Ganz schlecht. Alle Welt pfuscht einem rein.” Tja, so isses! Die Madame hat den Durchblick.
Einer von den Pfuschern, die sie meint, heißt Jean-Marie Le Pen (*1928!). Der ist Politiker. Wen […]

7. April 2007 0 Kommentare » 1. Jahrgang

Ostergedicht

von Joachim Ringelnatz

Wenn die Schokolade keimt,
Wenn nach langem Druck bei Dichterlingen „Glockenklingen” sich auf „Lenzesschwingen”
Endlich reimt
Und der Osterhase hinten auch schon preßt,
Dann kommt bald das Osterfest.
Zu diesem Osterfest
wünsche ich allen Leserinnen und Lesern
von Glockenschlag 12
Ruhe, Muße und Gelegenheiten zur Einkehr.
Bis zum Osterdienstag
Hanjo Seißler

7. April 2007 0 Kommentare » 1. Jahrgang


7. April 2007 0 Kommentare » 1. Jahrgang


5. April 2007 0 Kommentare » 1. Jahrgang

„‘Jeanne d’Arc’ stammt aus Ägypten”

(FR online 5. April 2007 00.14 Uhr)

„Ich bin der HERR, dein Gott, ... Du sollst keine anderen Götter haben neben mir. Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, ... ist: Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! ... Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht.”

(Das zweite Buch Mose [Exodus], Kapitel 20, Verse 2 bis 7)

Sie nehmen kein Ende – die Heuchelei und die Sündhaftigkeit. Einerlei, ob Juden, Christen oder Muslime, weltliche und religiöse „Führer” der drei „abrahamitischen” Glaubensgemeinschaften verstoßen Tag für Tag gegen ihre heiligsten Glaubensgrundsätze.
Zum Beispiel gegen die Gebote, die es ihnen verbieten, den Namen ihres Gottes zu missbrauchen. Sie haben es in der Vergangenheit getan. Sie […]