Hoauh, da tut es „betroffen“, das Heuchelpack mitsamt seinem Tross aus sogenannten Berichterstattern. Nur „58 Prozent Beteiligung“ an der Bürgerschaftswahl im kleinsten deutschen Bundesland Bremen. Und auch noch „gewaltige Stimmengewinne für den linken Rand“.
Wenige Tage nachdem die „politische Klasse“ und deren journalistische Wasserträger eimerweise Krokodilstränen vergießend, die Wahlmüdigkeit und den „Ruck nach links“ […]
Monatsarchiv für May 2007
„Kronzeugen sollen wieder belohnt werden.“
(Süddeutsche Zeitung 16./17. Mai 2007)
„Und schrieb in den Briefen: Lasst ein Fasten ausrufen und setzt Nabot obenan im Volk, und stellt ihm zwei ruchlose Männer gegenüber, die da zeugen und sprechen: Du hast Gott und den König gelästert! Und führt ihn hinaus und steinigt ihn, dass er stirbt. Und die Ältesten und Oberen, die mit ihm in seiner Stadt wohnten, taten, wie ihnen Isebel entboten hatte ... Da kamen die zwei ruchlosen Männer und stellten sich ihm gegenüber und verklagten Nabot vor dem Volk und sprachen: Nabot hat Gott und den König gelästert! Da führten sie ihn vor die Stadt hinaus und steinigten ihn, dass er starb. ... Als aber Isebel hörte, dass Nabot gesteinigt und tot war, sprach sie zu Ahab: Steh auf und nimm in Besitz den Weinberg Nabots, des Jesreeliters, der sich geweigert hat, ihn dir für Geld zu geben; denn Nabot lebt nicht mehr, sondern ist tot. Als Ahab hörte, dass Nabot tot war, stand er auf, um hinabzugehen zum Weinberge Nabots, des Jesreeliters, und ihn in Besitz zu nehmen. Aber das Wort des HERRN kam zu Elia, dem Tischbiter: Mach dich auf und geh hinab Ahab, dem König von Israel zu Samaria, entgegen ... und rede mit ihm und sprich: So spricht der HERR: Du hast gemordet, dazu auch fremdes Erbe geraubt! An der Stätte, wo Hunde das Blut Nabots geleckt haben, sollen Hunde auch dein Blut lecken.”
(Erstes Buch der Könige, Kapitel 21, Verse 9 bis 11,13 und 15 bis 19)
Reisende Baustelle
(Ein Autor erklärt, weshalb seine Kolumne bis zum 14. Mai 2007 ausbleiben wird)
Vor zwei Tagen begannen Handwerker unerwartet damit – das gibt es und wäre vermutlich für Menschen, die regelmäßigen Umgang mit Handwerkern pflegen, so unerwartet nicht gekommen –, alte Fenster aus dem Gemäuer des Hauses zu reißen in dem Seißlers wohnen und neue einzubauen.
Es mussten, bevor die Schreiner ihr Werk beginnen konnten, Wohnung und Büro […]
„Das Leben mit Humor ertragen”
(Süddeutsche Zeitung 7. Mai 2007)
„Ich sah die Arbeit, die Gott den Menschen gegeben hat, dass sie sich damit plagen. Er hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt; nur dass der Mensch nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende. Da merkte ich, dass es nichts Besseres dabei gibt als fröhlich sein und sich gütlich tun in seinem Leben. Denn ein Mensch, der da isst und trinkt und hat guten Mut bei all seinem Mühen, das ist eine Gabe Gottes.“
(Der Prediger Salomo, Kapitel 3, Verse 10 bis 13)
ADAC und CSU sind eng miteinander verwoben. Was unter anderem daran zu erkennen ist, dass diese Lobby der Mineralöl- und der Automobilindustrie „Nix da!”, schreit, wenn wieder einmal – aus gegebenem Anlass – offiziell laut darüber nachgedacht wird, ob es nicht angezeigt sei, für „ältere Autofahrer” eine „verpflichtende Fahrtüchtigkeitsprüfung” einzuführen.
Huha, das geht den betagten Chef-Ideologen […]
„Frauen für die Front –
Deutsche Soldatinnen im Überlebenstraining”
(ARD 6. Mai 2007 13.15 bis 13.45 Uhr)
„Woher kommt der Kampf unter euch, woher der Streit? Kommt's nicht daher, dass in euren Gliedern die Gelüste gegeneinander streiten? Ihr seid begierig und erlangt's nicht; ihr mordet und neidet und gewinnt nichts; ihr streitet und kämpft und habt nichts, weil ihr nicht bittet; ihr bittet und empfangt nichts, weil ihr in übler Absicht bittet, nämlich damit ihr's für eure Gelüste vergeuden könnt. ... Und nun ihr, die ihr sagt: Heute oder morgen wollen wir in die oder die Stadt gehen und wollen ein Jahr dort zubringen und Handel treiben und Gewinn machen -, und wisst nicht, was morgen sein wird. Was ist euer Leben? Ein Rauch seid ihr, der eine kleine Zeit bleibt und dann verschwindet. Dagegen solltet ihr sagen: Wenn der Herr will, werden wir leben und dies oder das tun. Nun aber rühmt ihr euch in eurem Übermut. All solches Rühmen ist böse. Wer nun weiß, Gutes zu tun, und tut's nicht, dem ist's Sünde.”
(Der Brief des Jakobus, Kapitel 4, Verse 1 bis 3 und 13 bis 17)
Der Mensch ist der Teil der Schöpfung, der nicht so geraten ist, wie er hätte werden können und wohl auch sollen. Um das festzustellen, muss niemand in die Ferne schweifen, Markus Söder liegt so nah.
Der Mann geht – das wurde bei einem TV-Talg offenbar – sogar seinem Rivalen im Kampf um die Krone für […]
„Zentrale Datenbank erfasst
die Bürger über den Tod hinaus”
(Süddeutsche Zeitung 4. Mai 2007)
„So spricht Ben-Hadad: Dein Silber und dein Gold ist mein, und deine Frauen und deine besten Söhne sind auch mein. Der König von Israel antwortete und sprach: Mein Herr und König, wie du geredet hast! Ich bin dein und alles, was ich habe. Aber die Boten kamen zurück und sprachen: So spricht Ben-Hadad: Ich habe zu dir gesandt und sagen lassen: Dein Silber und dein Gold, deine Frauen und deine Söhne sollst du mir geben. Doch will ich morgen um diese Zeit meine Leute zu dir senden, dass sie dein Haus und die Häuser deiner Untertanen durchsuchen, und was ihnen gefällt, sollen sie nehmen und wegtragen. Da rief der König von Israel alle Ältesten des Landes zu sich und sprach: Merkt doch und seht, wie böse er's meint! Er hat zu mir gesandt um meine Frauen und Söhne, Silber und Gold, und ich hab ihm nichts verweigert. Da sprachen zu ihm alle Ältesten und alles Volk: Du sollst nicht gehorchen und nicht einwilligen.”
(Das erste Buch der Könige, Kapitel 20, Verse 3 bis 8)
Verkniestert und verbiestert wie viele Deutsche sind, lassen sie sich vom Amtsschimmel sogar vorkauen, auf welche Weise sie ins Himmelreich zu gelangen haben. Sprich: Wie sie unter die Erde oder ins Wasser kommen.
So wie der „Codex Iuris Canonici” (Codex des kanonischen Rechts) aus dem Jahre 1983(!) katholischen Christinnen und Christen (Priestern gleich dreimal) bis […]
„Machtkampf um 21 Cent”
(Süddeutsche Zeitung 2. Mai 2007)
„Das sind Brunnen ohne Wasser und Wolken, vom Wirbelwind umhergetrieben, ihr Los ist die dunkelste Finsternis. Denn sie reden stolze Worte, hinter denen nichts ist, und reizen durch Unzucht zur fleischlichen Lust diejenigen, die kaum entronnen waren denen, die im Irrtum ihr Leben führen, und versprechen ihnen Freiheit, obwohl sie selbst Knechte des Verderbens sind. Denn von wem jemand überwunden ist, dessen Knecht ist er geworden.”
(Der zweite Brief des Petrus, Kapitel 2, Verse 17 bis 19)
Einzig der Präsident des hamburgischen Senats und Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, Ole von Beust (CDU), muss Trauer tragen, falls eintritt, was angeblich geplant ist: Der Umzug der „Redaktion” eines Organs namens „Bild” von Hamburg nach Berlin.
Viele Hamburgerinnen und Hamburger dagegen, werden, angelehnt an einen Vers von Wilhelm Busch, vor sich hinsummen […]
„Monopoly Deutschland”
(Sueddeutsche.de 1. Mai 2007 18.04 Uhr)
„Baut Häuser und wohnt darin; pflanzt Gärten und esst ihre Früchte; nehmt euch Frauen und zeugt Söhne und Töchter, nehmt für eure Söhne Frauen, und gebt eure Töchter Männern, dass sie Söhne und Töchter gebären; mehret euch dort, dass ihr nicht weniger werdet. Suchet der Stadt Bestes, dahin ich euch habe wegführen lassen, und betet für sie zum HERRN; denn wenn's ihr wohl geht, so geht's auch euch wohl. Denn so spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Lasst euch durch die Propheten, die bei euch sind, und durch die Wahrsager nicht betrügen, und hört nicht auf die Träume, die sie träumen! Denn sie weissagen euch Lüge in meinem Namen. Ich habe sie nicht gesandt, spricht der HERR.”
(Der Prophet Jeremia, Kapitel 29, Verse 5 bis 9)
Das ist auch ‘ne Messlatte. Allerdings eine, die lange Zeit nicht unbedingt bundesweit angelegt werden konnte. Das Prinzip in grauer Vorzeit umherziehender Marketender wird indessen mittlerweile als ausgeklügelte Methode der Scharlatane des sogenannten Marketings allerorten angewendet: Sie setzt das Naturgesetz „Kein Baum wächst in den Himmel, kein Meer ist ohne Ende” außer Kraft. Denn:
Die […]