10. Mai 2007 Kommentieren 1. Jahrgang

Reisende Baustelle

(Ein Autor erklärt, weshalb seine Kolumne bis zum 14. Mai 2007 ausbleiben wird)

Vor zwei Tagen begannen Handwerker unerwartet damit – das gibt es und wäre vermutlich für Menschen, die regelmäßigen Umgang mit Handwerkern pflegen, so unerwartet nicht gekommen –, alte Fenster aus dem Gemäuer des Hauses zu reißen in dem Seißlers wohnen und neue einzubauen.

Es mussten, bevor die Schreiner ihr Werk beginnen konnten, Wohnung und Büro aus-, um- und weggeräumt werden. Dabei fiel der unentbehrliche Computer aus. Während die Männer werkelten, war an ein gedeihliches Arbeiten nicht zu denken. Als sie wieder weg waren, mussten Wohnung und Büro ein-, um- und aufgeräumt werden. Dabei verging die Zeit.

Jetzt ist wieder an ein gedeihliches Arbeiten zu denken. Wobei allerdings Auftraggeber im Türrahmen stehen und – zu Recht – auf Termine verweisen. Und dann vermerkt der Kalender eine Kurzreise zu einer Diskussion. Das Ergebnis des Gesprächs soll bald gedruckt erscheinen.

Die Folge ist: Der „Glockenschlag 12”, der – vorausgesetzt die Zeitläufte erlauben es – stets werktäglich um die Mittagszeit herum im Netz stehen soll, kann bis zum kommenden Montag nicht erscheinen.

Und das, obwohl das, was die deutsche Politik gerade jetzt abliefert, mit lauten Merksätzen versehen, betrachtet werden will! Niemand kann die Umstände, die ihn hindern, das zu tun, mehr bedauern als der Autor.

Er bittet um Verständnis und verweist aufs Archiv in dem sich möglicherweise der eine oder andere Beitrag befindet, der bislang noch nicht gelesen worden ist.

Danke und – „bis zum kommenden Montag”

Hanjo Seißler


2 Reaktionen zu “Reisende Baustelle”

  1. schorschl

    Nicht verzweifeln, mein lieber Herr Seißler, es gibt Schlimmeres. Wir werden es schon irgendwie aushalten.

  2. Ulli Sander

    Lieber Hanjo,
    nun warte ich gespannt, wie es weitergeht.
    Alles Gute.
    Ulli S.

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